Zulassungsbedingungen

Prüfung für innerbetriebliche Installationsarbeiten Art. 13 NIV

Zur Betriebselektrikerprüfung wird zugelassen, wer:

das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur oder –zeichner besitzt und mindestens ein Jahr praktische Tätigkeit nach dem Lehrabschluss in elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person nachweisen kann

ODER

das eidgenössische Fähigkeitszeugnis in einem dem Elektromonteur oder –zeichner nahe verwandten Beruf oder einen gleichwertigen Abschluss besitzt und mindestens zwei Jahre praktische Tätigkeit nach dem Lehrabschluss in elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person nachweisen kann.

Dem Reglement über die Betriebselektrikerprüfung vom 15. August 2016 sind die nahen verwandten Berufe zu entnehmen, sowie die Lernziele, Lerninhalte und der Stoffumfang der Prüfung beschrieben. 

Prüfung für Installationsarbeiten an besonderen Anlagen Art. 14 NIV

Zur Prüfung wird zugelassen, wer:

drei Jahre praktische Tätigkeit in besonderen elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person nachweisen kann

ODER

drei Jahre praktische Tätigkeit in besonderen elektrischen Installationen unter Aufsicht einer Person, welche die entsprechende Prüfung des Inspektorates bestanden hat, nachweisen kann.

Im Reglement über die Prüfung für das Erstellen besonderer elektrischer Installationen vom 15. August 2016 sind die Lernziele, Lerninhalte und der Stoffumfang der Prüfung beschrieben.

Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse Art. 15 NIV

Zur Prüfung wird zugelassen, wer:

eine Berufs-, Fachhochschul- oder Hochschulausbildung erfolgreich abgeschlossen hat (wobei es sich dabei seit dem 28. März 2019 nicht mehr zwingend um eine schweizerische Ausbildung handeln muss[1])

UND

mindestens drei Jahre Berufspraxis nachweisen kann

UND

mindestens 42 Lektionen à 50 Minuten in Grundlagen der Elektrotechnik, Sicherer Umgang mit Elektrizität, Installationsvorschriften und –normen, Installationskontrolle und Messkunde sowie Anschlusstechnik und Materialkunde gemäss Anhang bei einem qualifizierten Ausbildner besucht hat.

Zur Prüfung wird ebenfalls zugelassen, wer

ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als „Elektroinstallateur EFZ“ besitzt.

Zur Prüfung wird schliesslich auch zugelassen, wer:

ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als „Montage-Elektriker EFZ“, „Automatikmonteur EFZ“, „Automatiker EFZ“, „Mechatroniker EFZ“ oder „Netzelektriker EFZ“ besitzt

UND

mindestens ein Jahr Berufspraxis nachweisen kann

UND

mindestens 42 Lektionen à 50 Minuten in Grundlagen der Elektrotechnik, Sicherer Umgang mit Elektrizität, Installationsvorschriften und –normen, Installationskontrolle und Messkunde sowie Anschlusstechnik und Materialkunde gemäss Anhang bei einem qualifizierten Ausbildner besucht hat.

Im Reglement über die Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse vom 28. Juni 2018 sind die Lernziele, Lerninhalte und der Stoffumfang der Prüfung beschrieben.  

Prüfungsrepetenten haben sechs Monate nach der Prüfung die Möglichkeit, sich mit ihrem Login per ESTI Webportal mit dem angehängten Prüfungsentscheid zur Identifikation und einem Prüfungswunschtermin erneut anzumelden. Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.


[1] Das ESTI hat seine Praxis aufgrund der Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-748/2018 und B-3503/2016 angepasst und lässt nunmehr auch ausländische Ausbildungen zu.
 

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Letztes Update: 01.06.2021